Netzwerk GEB-KiTa Bayern

Die kommunalen KiTa–Gesamtelternbeiräte des Freistaates Bayern haben sich zum „Netzwerk GEB KiTa Bayern“ zusammengeschlossen.

Wir laden Sie recht herzlich zu unserer virtuellen Pressekonferenz
am 30.06.2021 um 12 Uhr ein.

Hier Teilnehmen
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Mitglieder sind:

- Gesamtelternbeirat der städtischen KiTas Ingolstadt
- Gemeinsamer Elternbeirat städtischer Kinderkrippen der Landeshauptstadt München
- Gemeinsamer Elternbeirat städtischer Kindergärten der Landeshauptstadt München
- Gemeinsamer Elternbeirat städtischer Horte und Tagesheime der Landeshauptstadt München
- Gesamtelternbeirat Kindertagesstätten Nürnberg e. V.
- Gesamtelternbeirat Olching e. V.

Die gemeinsamen Elternbeiräte der städtischen Krippen, Kindergärten und Horte der Stadt Augsburg nehmen als Gäste des Netzwerkes teil.

Präambel

Eine vertrauensvolle, gute Zusammenarbeit zwischen den Eltern und der Kita ist unabdingbare Basis einer qualitativ hochwertigen pädagogischen Arbeit am Kind. Denn Eltern und Fachkräfte haben ein gemeinsames Ziel: Sie wollen das Beste für die Kinder!

Ehrenamtliche Elternbeiräte in den Einrichtungen im Sinne des BayKiBiG sind wichtige Akteure in der Ausübung der Erziehungspartnerschaft auf der Ebene der Einrichtungen. Vor allem in den Metropolregionen Bayerns übernehmen Gesamtelternbeiräte diese Funktion auf kommunaler Ebene.

Die GEB – Kita Gremien sind dort wertvolle und legitimierte Partner gegenüber Trägern, Verwaltung und Politik. Sie bringen die Kompetenz, die Bedürfnisse und Wünsche der Eltern in pädagogische, administrative und politische Prozesse ein. Sie vernetzen aber auch die Eltern, sie bündeln und vertreten die Interessen der Familien in der Öffentlichkeit und den Medien.

Damit üben sie eine wichtige Partizipationsfunktion aus, welche die Akzeptanz und Treffgenauigkeit politischer Entscheidungen und pädagogischer Konzepte verbessert. Die GEB Kita nehmen eine „Puffer- oder Mittlerfunktion“ ein, die zwischen Eltern und Verwaltung, Trägern und Politik vermitteln und moderieren kann. Eine funktionierende Erziehungspartnerschaft in diesem Sinne ist deshalb ein Gewinn für alle Seiten.

Um gemeinsam, zielgerichtet und mit einer Stimme die Belange von betreuten Kindern und ihren Familien gegenüber der bayerischen Landespolitik, der Staatsregierung sowie allen an der Betreuung der Kinder in Kindertageseinrichtungen im Freistaat Bayern Beteiligten zu vertreten, haben sich die Gesamtelternbeiräte KiTa zu einem Netzwerk zusammengeschlossen.

Aufgaben des Netzwerkes GEB KiTa Bayern

- Überkommunale Vertretung und Vernetzung von Eltern sowie Elternbeiräten, Gewährleistung der Kommunikation zwischen Eltern und den für die Kinderbetreuung zuständigen staatlichen Behörden,

- Unterstützung von Elternbeiräten,
- Repräsentation von Elterninteressen gegenüber der Staatsregierung sowie der Landespolitik,
- Kooperation mit der Staatsregierung, Trägerverbänden und den Medien,
- Teilnahme an Projekten der Kommunen und Staatsregierung,
- Mitgliedschaft in Lenkungskreisen, Fachausschüssen, Beiräten etc. mit Bezug zur Kinderbetreuung

Ziele des Netzwerkes GEB KiTa Bayern

Gesetzliche Verankerung
Keine Familien- und Bildungspolitik ohne Beteiligung von Familien!

Reform des Bayerischen Kinderbetreuungsgesetzes (BayKiBiG) mit dem Ziel, eine demokratisch legitimierte und staatlich anerkannte Landeselternvertretung im Freistaat Bayern zu etablieren.

Wir setzen uns ein für eine beratende Funktion in den zuständigen Landesbehörden und Fachausschüssen des Landtages, welche die Belange der Kinder und Eltern der Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege betreffen. Diese Beteiligung muss im BayKiBiG verankert sein.

Qualität der Betreuung
Die Startchancen unserer Kinder sind umso höher, je qualitativ hochwertiger die Kindertageseinrichtungen arbeiten.

Hohe Qualität bedeutet, gesetzliche Vorgaben und fachliche Standards einzuhalten aber auch die Wünsche und Anforderungen der Kinder und Eltern zu kennen. Wir fordern eine systematische Qualitätssteuerung von Kitas und Trägern, um die eigene Qualität sichtbar zu machen und sich systematisch weiterzuentwickeln.

Beitragsfreiheit
Kitas sind Orte frühkindlicher Bildung und müssen als solche für alle Kinder kostenfrei sein.

Was ein Platz für Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege für Eltern kostet, hängt sehr vom Wohnort der Familie ab. Innerhalb des Freistaates Bayern variiert der Elternbeitrag enorm. Erstrebenswert sind Kita-Gutscheine, welche an die Eltern von den Kommunen ausgegeben und die in der gewünschten Träger – unabhängig vom Träger – eingelöst werden können.

Ungedeckter Bedarf an Betreuungsmöglichkeiten
Jedes Kind muss eine Chance zur Teilhabe an frühkindlicher Bildung erhalten.

Der Freistaat Bayern hat jedem Kind die Chance auf einen Kitaplatz versprochen. Deswegen muss auch jedes Kind einen Kitaplatz, der den Bedürfnissen des Kindes und der Eltern gerecht wird, erhalten können. Wir befürworten die Fortsetzung und Intensivierung der Beteiligung des Bundes zum Kitaplatzausbau. Dies begründet sich hauptsächlich darin, dass es auch vielerorts ärmere Kommunen gibt, die einen Kitaausbau nicht finanzieren können.

Gesunde Ernährung
Gesunde Ernährung fördert die Entwicklung unserer Kinder.

Wir fordern eine hochwertige, gesunde und kostenfreie Essensversorgung für alle Kinder in Kinderbetreuungseinrichtungen- möglichst von regionaler Herkunft, in Bioqualität und gentechnikfrei Dabei sind Ernährungskompetenzen der Kinder sowie Kinder- und Elternpartizipation zu fördern. Die dafür notwendigen Kriterien müssen in einem Bundesqualitätsgesetz festgelegt sein.

Gruppengröße
Je kleiner die Gruppengröße, umso besser die individuelle Förderung eines jeden einzelnen Kindes.

Wir fordern mehr Personal am Kind. Wir streben kleine Gruppengrößen und eine verbindliche Fachkraft-Kind-Relationen an. Die Pädagogik weist schon seit Jahren darauf hin, dass die gesetzlichen Betreuungsschlüssel nicht optimal sind und eine bestmögliche und bedarfsgerechte Kinderbetreuung zu gewährleisten.

Fachkräftemangel
Für kleine Gruppen benötigen wir Fachkräfte. Diese müssen gewonnen, ausgebildet, gebunden und wertgeschätzt werden.

Der Bund hat die Rechtsansprüche für unsere Kinder beschlossen. Dafür benötigt es Fachkräfte. Deshalb muss eine Ausbildungsvergütung für unsere pädagogischen Fachkräfte eingeführt und das Schulgeld in ganz Deutschland abgeschafft werden, auch bei nicht staatlichen Schulträgern. Die Akademisierung der frühkindlichen Pädagogik sollte fortgeführt werden.

Inklusion
“Wer Inklusion will, sucht Wege, wer sie verhindern will, sucht Begründungen.” (Hubert Hüppe).

Jede Kindertageseinrichtung muss inklusiv sein, um die Teilhabe jedes Kindes zu ermöglichen!
Der Freistaat Bayern fördert alle notwendigen Maßnahmen, um Kindertageseinrichtungen in die Lage zu versetzen, inklusiv für alle Kinder tätig zu sein. Kindern und Familien muss am Wohnort ein Aufwachsen im gewohnten Sozialraum des Quartiers ermöglicht werden (“kurze Beine, kurze Wege”). Alle Kinder profitieren von einer erfolgreichen Inklusion.

Anerkennung des Ehrenamts
Ehrenamt ist keine Arbeit, die nicht bezahlt wird. Es ist Arbeit, die unbezahlbar ist.

Das bürgerschaftliche Engagement im Rahmen des Ehrenamts auf Landesebene bedarf einer höheren Anerkennung durch den Gesetzgeber.

Netzwerk GEB-KiTa Bayern
10.06.2021

Kontaktdaten:
netzwerk.gebkita.bayern@t-online.de

Uwe Kriebel, 1. Vorsitzender GEB-Kita Nürnberg e.V., Tel.: 0179-5 063 175
Daniel Gromotka, Vorsitzender GEBHT München, Tel.: 0179-7 031 451

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GEB-Netzwerk Bayern
netzwerk.gebkita.bayern@t-online.de

Ansprechpartner:
Büro der Gemeinsamen Elternbeiräte der Landeshauptstadt München (GEbKri, GKB, GEBHT)
und GEB-Kita e.V. Wirthstraße 35, 90459 Nürnberg 

Uwe Kriebel, 1. Vorsitzender GEB-Kita Nürnberg e.V., Tel.: 0179-5 063 175
Daniel Gromotka, Vorsitzender GEBHT München, Tel.: 0179-7 031 451

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